Nach unserer Reise von Quito Richtung Pasto, Kolumbien, wurden wir in Tulcán, auf ecuadoriansicher Seite der Grenze zu Kolumbien, von Hermana Núbia, Esteban und zwei Kindern aus dem Hogar mit dem Auto abgeholt. An der Grenze hatten wir keinerlei Probleme. Die Imigration verlief rasch und unkompliziert. Eigentlich beträgt der Weg von Ipiales (Grenze Seite Kolumbien) bis nach Pasto ca. 2 Stunden. Wir benötigten jedoch vier Stunden, da es sehr viel Verkehr hatte und wir aus diesem Grund noch Znacht assen.
Im Hogar de Maria in Pasto angekommen, empfingen uns die Schwestern sehr herzlich. Auch die Kinder kamen offen und neugierig auf uns zu. Die kleinen wollten sofort wissen, wie es in der Schweiz denn so ist. Hat es dort Schnee? … und wann? Wie lange bleibt ihr? usw.
Die ersten beiden Tage waren wir die Stadt erkunden. Eine Schwester zeigte uns auch das ganze Areal, welches von den Franziskanerinnen ins Leben gerufen wurde. Dazu gehört u.a. das Hogar, ein Altersheim für Ordensschwestern, eine Escuela primaria, ein Cogégio und eine Universidad. Das ganze Areal ist riesig … Mehr über das Leben im Hogar werden wir erst noch kennenlernen und natürlich auch davon berichten.
Das ICBF (Sozialamt Kolumbien) in Bogotá weiss, dass wir für einen Sozialeinsatz in Kolumbien sind. Da sich die Behörde, aufgrund der MS von Francois, nicht entscheiden kann, ob wir als Adoptiveltern geeignet sind, haben sie uns ein Treffen auf Ende November vorgeschlagen. Diese Sitzung wurde nun aber auf Anfang September vorverschoben. Somit flogen wir also letzen Donnerstag von Pasto nach Bogotá.
Die Reise war nicht unkompliziert. Nachfolgend eine kurze Auflistung, der Hindernisse, mit denen wir zu kämpfen hatten:
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Die Rucksackgeschichte kennt ihr ja schon.
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Mittwoch, 1.) Der Flug Pasto-Bogotá wurde wegen schlechtem Wetter abgesagt. 2.) Im anderen Flugzeug hatten wir keinen Platz mehr
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Donnerstag: Der Flug nach Bogotá war möglich, die Strasse zum Flughafen war jedoch gesperrt und nur stündlich passierbar. Der Airport-Taxi-Fahrer wusste nichts davon. Wir kamen jedoch knapp vor Abflug an.
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Am Flughafen – trotz wenig Zeit – mussten wir noch zur Polizei, da wir ja Ausländer sind. Aber wo ist der Polizist????? Ohne Stempel, kein Check-In!!!!
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5 Min. vor Abflug erhielten wir die Meldung, dass wegen schlechtem Wetter in Bogotá das Flugzeug nicht starten konnte und wir warteten 2 Std. auf dem Flughafen. Somit landeten wir in Bogotá mit 2 Std. Verspätung.
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Zu guter letzt wurde die Sitzung vom Freitag auf den Montag verschoben, da kein Übersetzer gefunden werden konnte.
Wir sind aber gut und sicher in Bogotá angekommen und geniessen nun die ruhige Zeit in einem familiären Hotel, speziell für Adoptionspaare. Mehr über unseren Aufenthalt in Bogotá und den Verlauf der Sitzung beim ICBF schreiben wir in unserem nächsten Bericht unter der Kategorie Adoption.