In dieser letzten Woche hatte ich doch noch einiges zu tun. Wir machten noch die Bettchen der Mädchen fertig. Sie nähten sich Kissen und Decken dazu, jeder nach seinem Geschmack. Sie wurden wirklich sehr schön. Ihr könnt euch noch einige Fotos davon ansehen… jedoch nicht von meiner Kamera. Die liess sich hier leider nicht reparieren.
Ach ja und dann war ich noch drei Tage mit Gras schneiden beschäftigt. Da hier ja Regenzeit ist, wuchs alles sehr schnell und niemand konnte diesen Trimmer bedienen. Da bot ich mich natürlich sehr gerne an, denn auch zu Hause bin ich zuständig für den Garten. Ich freute mich wirklich über diese Arbeit. Die Mädchen mussten natürlich auch anpacken, kehrten das Gras zusammen und trugen es in Säcken auf den Kompost, der zuoberst auf dem Berg des Hogars ist. Es war wirklich eine sehr strenge Arbeit für alle, aber wir konnten sie am Freitag Abend stolz und zufrieden beenden.
Nun warte ich auf den Beginn des Abschiedsfestes und schreibe noch kurz meinen letzten Blogg. Die Mädchen sind mitten in den Vorbereitungen und ich habe meine Sachen gepackt, denn Morgen Samstag werde ich nach Quito reisen. Ich gehe mit gemischten Gefühlen. Einerseits freue ich mich zuerst auf die Ferien mit meiner Mutter in Ecuador und danach auf die Heimkehr in die Schweiz, aber die Mädchen und Hermanas fehlen mir jetzt schon. Es war eine sehr schöne und intensive Zeit hier in Pasto. Ich durfte vieles lernen und miterleben, aber auch dazu beitragen, dass die Mädchen im Bereich Handarbeit und Handwerken neues kennenlernen durften. Unvergesslich bleiben sicherlich die liebevollen und herzlichen Beziehungen zu den Hermanas und den Mädchen… und es wird sicherlich ein Wiedersehen geben, wenn Francois und ich für die Adoption nach Kolumbien gehen.
Ich bin allen sehr dankbar für das Erlebte. Dieses halbe Jahr hat mich sehr geprägt und ich kann viel an Erfahrungen mitnehmen.