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Adventszeit im Hogar de Maria

Posted on 14. Dezember 2008 by Sandy

Wieder einmal wurden die Geburtstage von vier Mädchen gefeiert. Einer darunter war jedoch ein ganz spezieller. Ein Mädchen wurde gestern 15 Jahre alt und dies ist ein bedeutendes Datum, denn ab jetzt gilt sie hier in Kolumbien als erwachsen. Zu diesem besonderen Tag wurde sie von den Schwestern ganz elegant angezogen und frisiert. Mit Konfetti und einer riesigen Wundertüte an der Decke, welche sie mit einem Besenstiel herunterschlagen musste, wurde sehr ausgiebig gefeiert. Natürlich fehlte auch der besondere Kuchen nicht.
Jede Familie bereitete wieder einen kleinen Auftritt vor. Da ich nun ja alleine hier in Pasto bin und unser Programmpunkt jeweils ein Schweizerlied mit Gitarrenbegleitung von Francois war, musste ich mir etwas Neues einfallen lassen. Ich backte mit einigen Mädchen einen echten Marmorkuchen in Form eines Herzens. Mmmhhh der schmeckte allen sehr gut, auch mir:-)

Am Samstag bekamen wir Besuch von einigen „Pachas“ (Collegeschülerinnen) aus Ipiales. Sie überreichten jedem Kind ein kleines Geschenk. Darüber freuten sich natürlich alle, ob Jeans, Schuhe, T-Shirt oder auch etwas Süsses.
Man spürt auch hier in Kolumbien, wenn man in einem Kinderheim arbeitet, dass die Vorweihnachtszeit verschiedenste Menschen dazu animiert, dass sie Geschenke machen, an diejenigen, die weniger haben. Vor einiger Zeit war ein Arzt aus Cali hier und jedes Mädchen durfte ihm zuvor einen Brief schreiben, was sie sich wünscht.

Ich erlebe die Adventszeit hier in Kolumbien ganz anders als in der Schweiz. Ich finde es sehr schön und speziell, wie sich die Mädchen, Tias und die Hermanas hier auf die kommende Zeit vorbereiten. Jeden Abend bereitet eine Familie eine kleine Andacht zum Advent vor. In dieser zweiten Adventswoche geht es um den Begriff Freundschaft. Sie lesen jeweils einen kurzen Text aus der Bibel vor und bringen dann ihre Gedanken dazu ein. Was heisst das für mich, für uns und für die Beziehung zu Jesus? Da ich mittlerweile doch schon besser spanisch kann, verstehe ich auch die Anregungen, welche die Familie jedem einzelnen mitgeben möchten und vorallem sind sie ganz praktisch und alltagsnah. Ich finde, dass hier der tiefere Sinn von Weihnachten, die Geburt Jesus und unsere Rettung noch wirklich fest verankert ist und gelebt wird… und wir sind weit weg von all dem Konsum, den wir in der Schweiz all zu gut kennen. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich davon eine Menge in die Schweiz mitnehmen kann.
Noch nicht einmal ging es hier unter den Mädchen im Hogar darum, was sie sich zu Weihnachten wünschen und wenn sie einmal darauf angesprochen werden, wünschen sie sich, dass sie an Weihnachten zu ihren Eltern in die Ferien dürfen.

Ab nächster Woche singen die Mädchen täglich in verschiedenen Kirchen der Stadt Weihnachtslieder. Ich bin gespannt, wie dies sein wird. Ich darf die verschiedenen Gruppen jeweils begleiten. Sie würden sich freuen, wenn ich auch mitsingen würde … aber mit dem Üben haben sie noch nicht begonnen. Ich kann bisher nur ein Lied und zwar „Ven, ven Señor no tarde…“ bei uns heisst dieses Weihnachtslied „Geh, ruf es von den Bergen…“ Ich bräuchte sicher noch mehr Übung bevor ich mitsingen könnte. Mal sehen.

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